Neukirchen und Vluyn waren lange zwei eigenständige Gemeinden. Zwischen ihren Ortskernen lag das Gelände der Zeche Niederberg, und mit dem Bergbau und seinen Siedlungen wuchsen beide Orte zu einer Stadt zusammen. Bis heute wohnt der weitaus größte Teil der Einwohner in diesen beiden Stadtteilen, Niep und Vluynbusch sind deutlich kleiner.
Für Ihren Verkauf zählt deshalb, wo genau Ihr Haus steht: im alten Dorf Neukirchen, in einer Zechenkolonie, in einem jungen Wohngebiet oder in einem der ländlichen Ortsteile. Davon hängt ab, wer sich dafür interessiert und welche Unterlagen gebraucht werden.
Das Dorf Neukirchen
Den alten Ortskern rund um die Dorfkirche beschreibt die Stadt als Visitenkarte des Stadtteils, sein dörflicher Charakter soll erhalten bleiben. Zu Neukirchen gehört auch die Dong mit ihrer alten Windmühle, und im Dorf wird bis heute jedes Jahr das Erntedankfest gefeiert.
Zechenkolonien zwischen Neukirchen und Vluyn
Für die Bergleute der Zeche Niederberg entstanden zwischen Neukirchen und Vluyn zwei Siedlungen, die heute unter Denkmalschutz stehen. In der Alten Kolonie östlich der Zeche wechseln sich Ziegelhäuser verschiedener Typen ab, mit Schmuckelementen an Eingängen und Giebeln, und zu jedem Haus gehörte ein Garten. Die Neue Kolonie südlich der Zechenanlage besteht aus zweigeschossigen Häusern rund um Höfe, in deren Innerem die Gärten liegen.
Wer ein Haus in den Kolonien verkauft, sollte den Denkmalschutz von Anfang an offen ansprechen. Halten Sie außerdem Nachweise über Modernisierungen bereit, denn bei einem geschützten Haus wollen Käufer genau wissen, was schon erneuert wurde. Was dabei für den Energieausweis gilt, erklärt der Ratgeber Energieausweis beim Verkauf.
Dicksche Heide: Wohnen auf dem Zechengelände
Nach der Schließung der Zeche wurde das frühere Zechengelände neu geplant. Auf der Nordfläche entstanden mehrere Wohnquartiere mit großzügigen Grünflächen, das Wohngebiet Dicksche Heide, das die beiden Ortsteile heute verbindet. Im Südosten, rund um die denkmalgeschützten Zechengebäude, plant die Stadt ein Quartier mit Unternehmen, Nahversorgung und Gastronomie. Bei jüngeren Häusern wie diesen geht es im Verkauf weniger um Denkmalfragen als um Grundriss, Ausstattung und die Kennwerte aus dem Energieausweis.
Vluyn
Vluyn ist überwiegend kleinstädtisch geprägt. Neben Einfamilien- und Doppelhäusern stehen am Vluyner Nordring auch mehrgeschossige Wohnhäuser, und auf dem früheren Sportplatz Jahnplatz entsteht ein Neubaugebiet mit Mehr- und Einfamilienhäusern. In Vluyn steht außerdem die Kulturhalle, seit Jahrzehnten ein Treffpunkt für Konzerte, Kabarett und Lesungen.
Niep, Vluynbusch und Rayen
Niep im Süden der Stadt war früher landwirtschaftlich geprägt und ist heute ein Wohnort zwischen Vluyn, Luit, dem Moerser Stadtteil Kapellen und den Krefelder Stadtteilen Hüls und Traar. Markant sind die Nieper Kuhlen, ein alter Rheinarm unter Naturschutz, dazu kommt ein Golfplatz. Vluynbusch im Nordwesten ist eine landwirtschaftlich geprägte Streusiedlung ohne ausgeprägten Dorfkern. In der Statistik der Stadt gehören auch das dörfliche Rayen rund um den Rayener Berg und Hochkamer zu diesem Stadtteil, in Rayen stehen eine alte Mühle und einzelne Hofanlagen unter Denkmalschutz.