Kamp-Lintfort hat zehn Stadtteile. Geschlossen bebaut sind vor allem Lintfort, der Stadtkern, Geisbruch und Gestfeld, die außen liegenden Stadtteile haben ihren ländlichen Charakter bewahrt.
Altsiedlung Friedrich Heinrich
Östlich der Zeche entstand mit dem Bergbau die Altsiedlung, angelegt nach dem Vorbild der englischen Gartenstadt. Sie gilt als größte erhaltene Werkssiedlung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets und erstreckt sich zwischen Moerser Straße, Franzstraße, Auguststraße und Ringstraße. Typisch sind eineinhalbgeschossige Ein- und Zweifamilienhäuser in kleinen Gruppen, gewundene Straßen und viel Grün. Die Siedlung steht unter Denkmalschutz und wurde aufwendig saniert. Schon vor Jahrzehnten begann die Wohnungsbaugesellschaft, Häuser an die früheren Mieter zu verkaufen. Im Westen des Zechengeländes ließ das Bergwerk außerdem eine großzügige Siedlung für seine leitenden Angestellten bauen.
Für die Altsiedlung gilt eine Gestaltungssatzung der Stadt. Sie regelt das sichtbare Erscheinungsbild, von Fenstern, Türen und Klappläden über Dächer bis zu Vorgärten, Zäunen, Anbauten und Garagen, und gilt auch für Arbeiten ohne Bauantrag wie den Austausch einer Haustür. Deshalb gehört die Satzung zu den Unterlagen, die wir für den Verkauf zusammenstellen.
Innenstadt und Siedlungen der Nachkriegszeit
Die heutige Innenstadt mit Rathaus und Fußgängerzone wurde auf dem früheren Gelände der Ziegelei Pauen neu angelegt und rund um das Rathaus in den vergangenen Jahren umgebaut. Nach dem Krieg entstanden am Tor Ost in Lintfort sowie in Geisbruch und Gestfeld neue Siedlungen, später ergänzt durch Eigenheime. Niersenbruch ist überwiegend mit Einzelhäusern bebaut und grenzt an Wälder, Felder und den Golfplatz, südlich des Kranichwegs plant die Stadt dort ein neues Wohngebiet.
Kamp, Hoerstgen und die ländlichen Stadtteile
Kamp prägt das Kloster auf dem Kamper Berg mit dem Terrassengarten am Südhang, und Dachsbruch liegt wie Kamp auf dem Gebiet der früheren Gemeinde Kamp. Hoerstgen, der westlichste Stadtteil, ist ein typisches Straßendorf mit der evangelischen Kirche in der Ortsmitte und dem Haus Frohnenbruch, einem mittelalterlichen Herrschaftssitz. Saalhoff ist ländlich geprägt und grenzt an das Waldgebiet Leucht. In Rossenray nehmen Baggerseen, Felder und das frühere Zechengelände den größten Teil ein, gewohnt wird dort vor allem im Süden an der Moerser Straße.